DE | EN

unternehmen bild

Bild EmslandstärkeNach 2017 war im September Dr. Daniela De Ridder wieder zu Besuch bei der Emsland Group. Im Gespräch mit der Geschäftsführung Gerrit-Jan Wesselink, Christian Kemper und Stefan Hannemann, dem Betriebsratsvorsitzenden Alfred Weiden sowie dem Emlichheimer SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Johannes Spykman gab es in diesem Jahr aber durchaus neue Themen, die bei dem Treffen diskutiert wurden.

 

Zum einen natürlich die Corona-Krise, wobei hier Herr Hannemann betonte, dass es Anwendungen gebe, wo die Produkte der Emsland Group schwer austauschbar seien, es allerdings auch Bereiche gebe, wo eine hohe Austauschbarkeit vorliege. Insgesamt konnte die Emsland Group die wirtschaftlichen Auswirkungen durch verschiedene Wechselwirkungen – Anstieg des Konsums bei Snackprodukten vs. Einbruch in der Pommes Industrie – teilweise abfedern. Auf die Preisentwicklung am Markt hatte der Rückgang der Bedarfe während des Lockdowns, z. B. in der Gastronomie oder auch in der Textilindustrie einen spürbar negativen Einfluss. Die Geschäftsführung hat auch den verstärkten Druck angeführt, der der Industrie durch Umweltauflagen, steigende Energiepreise oder den CO2-Preis auferlegten Mehrkosten entstehe.

 

Ganz entscheidend jedoch seien die immer noch ungleichen Rahmenbedingungen im internationalen Wettbewerb, aber besonders innerhalb des europäischen Binnenmarktes. Ein Punkt, den es auch schon 2017 auf der Agenda gab. „Ich bekenne mich ausdrücklich zum Industriestandort Deutschland. Ohne die Produktivität unserer Unternehmen ist nicht nur der Wohlstands Deutschlands gefährdet, sondern besonders ein Großteil der Arbeitsplätze. Dies gilt es zu erhalten und auszubauen“, unterstreicht De Ridder bei diesem intensiven Austausch ganz ausdrücklich. So sei sie gerade als stellvertretene Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Berichterstatterin für Außenhandelspolitik und internationale Verträge, so etwa auch beidem Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten. Der Ausgleich zwischen den Prinzipien der Handelsfreiheit und dem Schutz der heimischen Wirtschaft und Standards seidaher für die Außenpolitikerin stets ein Kernanliegen der bundespolitischen Arbeit gewesen.

 

Ein weiteres innovatives Instrument für die Stärkung der deutschen und europäischen Unternehmen stellt aus De Ridders Sicht ebenfalls die Förderung von Forschung und Entwicklung neuer Technologien dar. Mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderungen von Forschung und Entwicklung (Forschungszulagengesetz – FzulG) sollen alle steuerpflichtigen Unternehmen in den Bereichen Grundlagenforschung, industrielle Entwicklung und experimenteller Entwicklung gefördert werden. Die Forschungszulage soll 25 Prozent der förderfähigen Aufwendungen des Unternehmens, das heißt maximal 25 Prozent von 2 Millionen Euro betragen. Ziel des Gesetzes ist die Steigerung privater Investitionen in die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft“, erklärt De Ridder. Sie will damit das Emlichheimer Unternehmen und seinen Betriebsrat ermutigen, auch weiterhin auf globalen Ausbau und innovative Techniken zu setzen. Bei einzelnen Forschungsprojekte wird das FzulG bereits schon genutzt.

Insgesamt konnte von einer sehr konstruktiven Gesprächsrunde gesprochen werden.

 

Die Emsland Group dankte den Gästen für ihren Besuch!